Freitag, 10. Januar 2014

Rauhnächte



Manch Sturm erzittert unsere Enge
Fenster starren schwarz hinein
Türen nach außen jetzt der Feind

Häuser knarren, knirschen wintersam
wer es kann flüchtet zu Kaminen
horcht in der Nacht was draußen droht

Rauhnächte pfeiffen uns die Ecken
auf den Straßen Wetterturbulenzen
halten Dächer ihren schweren Stand

schreiten wir mehr stumm und stehend
hoffen auf des Frühlings Besserung
Tannengrün aus unseren Stuben weicht

verpackt zurück in Kisten alter Feste
glitzernder Kugeln Kerzenschein
nach dem Besuch der drei Weisen

in unserem selbstgezimmerten Stall
bleibt uns nur das Jahr zu suchen
dass vor unserer Türe hingeschneit

hingeregnet oder hergeweht
angestürmt oder warm geblieben
auch dies Jahr ein Wunschpaket

eingebettet sich erneut zu lieben
alte Wege wieder frei zu gehen
wartet da für uns ein Morgenkind

(c) bild + text jörn laue-weltring lingen 2014

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