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Mittwoch, 16. April 2014

Schwebebahnen



schweb ich mit Dir in Himmelsräumen
heraus, herein auf der Wiesen Grund
das Liebesbäumchen ab zu zäumen
genießen wir so das Du der Stund

vergessen das Erschrecken schon
als mir da wuchs was nach Dir streckte
des Himmel Blutstropfen als Lohn
so die Liebe uns das Wir erweckte

und schweben weiter in uns rein
zum Blütenkelch vom Rosenstamm
da wird uns  dieses Spiel auf ewig fein
selig wir wie an Ostern ein Lamm

genießen wir so das Du der Stund
das Liebesbäumchen ab zu zäumen
heraus, herein auf der Wiesen Grund
schweb ich mit Dir in Himmelsräumen

(c) bild +text jörn laue-weltring lingen 2014

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Video: Süß bist Du Geliebte



(c) all rights reserved by jörn laue-weltring lingen 2013

Süß bist Du Geliebte


süß bist Du Geliebte
dein Haar auf nackter Haut
im Sonnenschein
dies Leuchten Dein
  
süß bist Du Geliebte
wo sich wie ein Kelch
Deine Schenkel öffnen
reich an Ambrosia

süß bist Du Geliebte
wenn Du zerfällst
in Deines Leibes
zarte Liebeswellen

süß bist Du Geliebte
wie Du sanft nachbebst
bei der Rückkehr
aus unserem Rausch

süß bist Du Geliebte
wie Du neben mir
Rücken an Bauch
still einschläfst

süß bist Du Geliebte
mir in jeder Stunde
die uns das Leben
so zusammen hält

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Lasse mich nicht frei



heute Nacht lasse mich
Dein Schilfrohr sein im Sommerwind
heute Nacht lasse mich
Dein Mühlstein sein für unser Morgenbrot

aber lasse mich nicht frei
nur leicht mit Dir entschweben als Morgenwölkchen
aus unserem Lava ausströmenden Vulkan

heute Nacht lasse mich
Deine Asche sein die Du verbrennst
heute Nacht lasse mich
Deine Stromschnelle sein bevor die Fluten im Meer versenkt

aber lasse mich nicht frei
nur fliegen in Deiner Gedanken Vogelschwarm ins Warme
nach einem kalten Tag

heute Nacht lasse mich
der Wanderer sein zwischen Deinen Tälern und Gipfelwegen
heute Nacht lasse mich
ankommen bei Dir in einem Bummelzug mit vielen Stationen

aber lasse mich nicht frei
von Deinen Fesseln stürzen in die wilde Einsamkeit
verbrannter Herzen schaler Glut

heute Nacht lasse mich
Dein prickelndes Brausepulver sein auf nackter Haut
heute Nacht lasse mich
die Gießkanne sein die Dein buntes Blumenbeet begießt

heute Nacht lasse mich
alle längst bekannten Bilder neu und frisch uns malen
heute Nacht lasse mich
als Bildhauer uns im Rausch ein Wunderwerk gestalten

vor allem aber, lasse mich nicht frei
wie den Schmetterling von Blüte zu Blüte schweben
lasse mich, Liebste, weiter dürsten nach uns zwei


Donnerstag, 26. September 2013

Dichterworten gleich























Erotik und Gedicht
ein seit Jahrhunderten
wunderbar
verbandeltes Paar
begeben wir uns
nach seiner Lektüre
eng umschlungen
bisweilen zitternd
vorsichtig tastend
in den Rausch
von Haut und Gliedern
noch besonders nah
diesen schmeichelnden
lockenden Texten
die nichts bis wenig
verraten und doch
uns ahnen lassen
wo es liegt
das Paradies
in den Minuten
der Ekstase
der einfach wunderbar
sich auflösenden
Gefühlsknospe
spüren wir schnell
nur noch Körper
wir sein und stoßen
wippen, nehmen
geben, fordern
zerfließen
erahnen zuckend
was es an uns
alles an Körper gibt
sanftes Kosen
wieder aufnehmend
zur Ruhe schwimmend
fühlen wir uns
den Dichterworten
gleich, nur
im Leben und
unerreicht
an Worten
was wir gerade
zusammen
erklommen.

Montag, 8. April 2013

Du, Du Schatz Du



wenn ich Dein Vöglein wär
ließest Du mich im Käfig frei
gar hinfliegen zu Dir
Deinen Schoß bepicken
den Schnabel so wie er
mir gewachsen ist

wenn ich Dein Stierchen wär
ließest Du mich frei
auf der Weide gar zu Dir
hin springen und dann … ?!
Ja?!, Ließest Du … dann sei es

wie es sei bin
ich sofort bei Dir
fliegend, pickend, springend
Du, Du Schatz Du

Freitag, 29. März 2013

Streitkultur der Liebe




 
nach Dir mich sehnend noch im Streit
verloren das Gefühl für das Ende
zu schnell wieder nach allem bereit
spüre ich in mir Deine starken Wände
 
manches heilt schnell anderes braucht Zeit
in mir stapeln sich Vorwürfe wie dicke Bände
kommt zu mir ungeschminkt deine Breitseit
in der Hoffnung auf wiederkehrende Hände
 
zur liebevollen ohne Verlustgefühle Versöhnung bereit
spüren doch schon die sanfte Bereitschaft unserer Lende
 
was für ein Ende
unseres Streits