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Dienstag, 8. Oktober 2013

Steine vor dem Herbst


es locken die Steine
nach dem Unwetter
glänzend und naß
verlaufen sich
unsere Augen
auf der Oberfläche
matt schimmernder
Landkarten
leuchten aus
was aus dem Stein
nach außen bricht
was noch geht
was mit uns
hier endet im
Spätsommerlicht

Montag, 7. Oktober 2013

7. Oktober 2013


hundert Jahre
Fließbandproduktion
Ford ihr Geburtshelfer
ein sehr aktiver Freund
der deutschen Nazis
was wovon so alles
kommt vom Fließband
mit der Zeit und
gegen die Zeit


Sonntag, 6. Oktober 2013

Scherben Leid und Glück


in Scherben
immer wieder
das Leben die
Träume die Liebe
immer wieder
zerschlagen uns
zu Scherben
hastig eingefügt
in schillernde
Mosaiken
unseres Lebens
Kathedralen
auf den Böden
zwischen Bänken
vor den Altären
zu bestaunen
begehbar jederzeit
wir die Scherben
von was war und
was hätte werden
was sein können


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Wahl oder keine







aus
Peter Silies
Nachbe-
trachtungen:


*
Parteien haben ihre Geschichte
immer nur vor der Wahl
danach fangen sie stets
eine völlig andere an

*
die Parteien haben
die Wahl vor der Wahl
und nach der Wahl
die Wahl oder keine

Das große Schweigen






















über so vielen Untaten
das große Schweigen
dicht über dem Land
gespannt, verteilt

von denen wir kein Bild
ahnten, nur wenn wir
selber die Opfer waren
dann nur dieses Leid

dieses Schweigen hat uns
verstört und zerstört
jeden Funken Glauben
geraubt an sie und die Zeit

so haben wir begeistert
das große Schweigen
in den Büchern, den Filmen
sehr gut verstanden

verstanden wenn kein Wort
fiel über die Ursachen
warum der „eiskalte Engel“
Alain Delon so tief fiel

und doch freiwillig ging
warum nicht er der Auftrags-
killer das Monster war
sondern die hinter Fassaden

uns das große Schweigen
eingebrockt, geprügelt
uns in Sippenhaft genommen
wir, die wir nur atmen

erste eigene Schritte, Worte
in frischer Luft wagen wollten
den Mauern zu entkommen
den unsichtbaren Schriften

an den Wänden überall im Land
sogar die Schreie in der Nacht
hörten wir nicht, so zerschlagen
die Ohren, die Augen blind vor Angst

während Schmerz- und Qualsströme
überall hindurch flossen
von Pädophilie, Vergewaltigung
fest getackert Geist und Seelen

nieder gerungen was sich bewegt
und der Tsunami der Millionen
in den KZ’s und Schützengräben
alles das floss durch uns hindurch

im großen Schweigen der Zeit
ihrer Väter, Mütter und Kinder
unserer Eltern und Großeltern
oft lagen wir wach aus Angst

ohne zu wissen warum
nur dass es da war, überall
uns erwartete, ihre Tore
für unser Aufbrechen bereit

und so wie es musste
kam es dann, langsam erst
aber 68 dann richtig
brutal und was da los rannte

los schlug, los schrie war
unsere Angst im Angesicht
des großen Schweigens
geboren daraus die Wut

blieben Scherben, Wunden
neu auf Plätzen und in Stuben
sammeln wir mühsam genug
nun alles auf, kleben zu  was

da der Mühe noch lohnt
frieren dabei von unserer Kälte
die noch immer in uns wohnt
unser ungewolltes Erbe

dieser Zeiten des Schweigens

(c) Bild Engelbert Laue + Text Jörn Laue-Weltring Lingen 2013

Auf der ARTistenSeil



nein, nicht treibt mich die seichte Ebbe        :
auch nicht dieser herrischen Flut arg            a
wild klopfender brüllender Sturm                   u
mich treibt so wenig wie der                          f
graue Nebelkleister mich
treibt was mir bleibt                                        d
das große Du Dein                                         e
Kuss das treibt                                                r
mich hier                                           
noch                                                                 A
an                                                                     R
auf                                                                    T
dieser                                                               i
Kugel aller                                                       s
Kugeln diesem                                                t
Ball der Bälle im                                             e
kalten Gewirr aller                                          n
Planeten ruhe ich aus                                    S
bei Deinen Brüsten unter                              e
Deinem Atem wärmen wir uns                      i
auf für der Gezeiten Seilakrobaten              l

Let’s …























let us swimming in the air
let's working hardly
let's kissing warmly
maybe there
is waiting a luck for us

let us running the streets
not so fast
not so easy
maybe there
is waiting a friend for us

let us growing up to the sky
let's sing loudly
let's dance happy
maybe there
is waiting one last chance for us