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Mittwoch, 16. April 2014

Tönernes Leben



drei Blätter sanft raschelnd
im Fallen
ein asmathisches Pfeifen
mit verzögertem Ton
ein Garagentorgequietsche
im Bruchteil von Sekunden laut
der Plonk eines Balls
hüpfend leiser werdend
Klirr eines Fensters
kaum mehr als für einen kurzen Moment

Wort- und Klangfetzen
auf und abschwellend
bisweilen grölend
anderes eher piepsig
sich wehrend
dumpf die Spülungen
ohne die hier
tagsüber und des nachts gar nichts geht

quirlige Geräusche
fortwährendes Alltagsgezirpe
aufdringliche Umgebung
nicht ab zu schüttelnde Begleitung
meiner Ohren
immer in Beschlag
mal mehr von diesem
mal mehr von jenem
wenig dagegen
für die träumenden Sinne

bisweilen
hält mich da
mehr die Stille
in Atem und
wach
bis ich beunruhigt
nach draußen
die Ohrfühler aufspanne
auf neue Geräusche
und alt vertraute
zu meiner Beruhigung
und Sicherheit
lausche und lausche

bis mir der Schlaf
die Ohren einbestellt
mit mir klärt
was zählt
was nicht
von dieser Klangwelt
in betäubender Stille

(c) bild (figur) + text jörn laue-weltring lingen 2014

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Von der Bank am Morgen


um mich herum
auf den Äckern
wächst die Stille
mit den frühen Nebelschwaden
wirft Morgenröte über das Land

errötet der Wald
erröten die Wände
strahlt aus ruhendem Blätterwerk
mild und freundlich Herbstes
Farbpalette
schreckt mich auf
der Krähen
Geschrei
aus ihrem flügelschlagendem schwarzen Heer

rette ich mir die Stille
in mein Haus
den Frühstückstisch
mit ihr zu decken
für meinen Gast
dem langen Tag

nach dem Mahl
seiner Stundenkette Edelsteine
zu bestaunen
genieße ich mit ihm

die Stille

Montag, 29. Juli 2013

Gewalt der Stille von Werner Bergengruen

Hier ein Text, der mich die letzten Tage wunderbar begleitet hat und aktueller mir erscheint als zu seiner Entstehungszeit:
  
Wir sind so sehr verraten,
von jedem Trost entblößt,
in all den wirren Taten
ist nichts, das uns erlöst.

Wir sind des Fingerzeigens,
der plumpen Worte satt,
wir woll’n den Klang des Schweigens,
das uns erschaffen hat.

Gewalt und Gier und Wille
der Lärmenden zerschellt,
O komm, Gewalt der Stille
Und wandle du die Welt.


Dienstag, 26. Februar 2013

Meine stummen Regalbewohner


Mit ihnen verkrümel ich mich gerne in die Bibliothek zum Lesen:




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