Posts mit dem Label Nacht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nacht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 2. Februar 2014

Tag und Nacht



kein Tag beendet die Nacht
aber er bereitet sie täglich vor

wie die Nacht dem Tag entsteigt
erschafft auch sie Tag auf Tag

(c) bild + text jörn laue-weltring lingen 2014

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Am Fenster der Nacht

startet aus unserem Fenster
ungebrochene Sehnsucht
kommen die Trauben
unserer Träume heim

öffnet sich der Himmel
unseren müden Augen
ein gewaltiges Zirkusfest
der Clowns und Akrobaten

öffnen wir unsere Fenster
so weit wie die Erde reicht
zu den Sternen hinauf
das All herein zu lassen

ausharrend im kalten Wind
blicken staunend wir hinaus
was da draußen alles bereit
uns ein munteres Leben tanzt

erwarten so ungebeugt der Sonne
Erwachen in der Sterne Fußballfeld
Arm in Arm fest uns haltend wenn
stattdessen sanfter Regen uns benässt

denn in unserem Fenster landet
unserer Sehnsucht schwer Gepäck
die Erfüllung unserer tiefsten Träume
im Angesicht des Sternentaumels

bereits eng umschlungen auf den Sprung
in unser Liebesnest, den Rest der Nacht
zu nutzen für unserer Körper Lieblingsspiel
unserer Seelen immerwährender Freude

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Tagrettung



viel Nacht uns hängt
als Fessel an den Beinen
als zäher Pfropfen im Gemüt
in ihren dunklen Nebelschwaden
müde in das Bad wir taumeln

will der Tag
uns nicht erglühen
funzelt rum
hinter frischgeblähten dicken Wolken
tätschelt unsere Gänsehaut
bei unserem Gang
in des Tages Pflichten
mit seinen frühen Tropfen hart

reichst Du mir
Deine Hand, die warme
schenkst mir ein aus Deinen Augen
sprechen Deine süßen Worte

auch dieser Tag
will von uns
gerettet sein

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Nicht für Jedermann


nach dem Tag
sprach auch
die Nacht zu mir

in dem Sinne
dessen das
es besser wäre

beide mehr
zu beachten
ihren Wert

was ich sofort
dann auch tat
schätzte sie beide

gemäß meinen
Anforderungen
erteilte ich ihnen

eine Abmahnung
bot ihnen aber
ein Fairplay an

sie lassen mich
gewehren und ich
halte ihre Daten fest

nur für uns
nicht mehr für
Jedermann

Freitag, 9. August 2013

Es ist ein Tag und nicht mehr



Nimm die Nacht und halte sie
Wir gehen zusammen feiern
Frage nicht und schwebe einfach
Es ist nur ein Tag und nicht mehr

Morgen ist Gestern gleich
Heute ist das was uns treibt
Küss mich, streichel was du fühlst
Ich bin schon ganz nah

Lass uns reiten, spielen, turnen
Lass uns halten, wachsen das Gefühl
Lass uns weinen, lachen, gieren
Was immer heraus kommt dabei

Nimm die Nacht und halte sie
Morgen ist ein Wunderkram
Wir wissen es nicht genau
Lass uns einfach hinein treiben

Halte mich fest, lasse mich los
Die Winde wachsen und verschwinden
Die Winde treiben uns und jagen
Was wir heute uns in Liebe geben

Nimm die Nacht und halte sie
Fester als ich mich wehren kann
Frage nicht und schwebe einfach
Es ist nur ein Tag und nicht mehr

Es ist nur ein Tag und nicht mehr

Mittwoch, 3. Juli 2013

nachtgestärkt



bleibt uns
die Nacht
den Tag
zu suchen
auf müder Haut
uns streicheln
zu besänftigen
Kratzer
und Schorf

bleibt uns
die Nacht
zum fliegen
zu den
Lebensstränden
Liebesbauten
luftiger Kathedralen
auf unserer Haut

Ist erreicht
die Nacht
im Meer
sanfter Gedanken
zärtlicher Umarmungen
werden tausend
Dornen leicht
und weich auf
unserem Rosenbette

nimmt uns mit
die Nacht
zu den Sternen
unseren Globus
huckepack
auf buntem Markt
des Universums
auszutauschen
was uns plagt

landen wir
im Schlaf
der Vernunft
ohne Furcht vor
Ungeheuer
Arm in Arm
Mund an Mund
vibrierend noch
die Lenden
Schoß an Schoß

ist das Erwachen
uns erneut
jede Mühe wert
Auge in Auge
Hand in Hand
trotz Gliederknacken
Nackenschmerz
aus warmen Bette

nachtgestärkt

Donnerstag, 27. Juni 2013

Strandumtriebe



Sie gehen zu zweit. Kein Mensch außer ihnen da am Strand. Nur jede Menge Fußabdrücke. Sie gehen langsam, fast behutsam, als könne der Sand unter ihnen Schaden nehmen von ihren Schritten. Ein Mann. Eine Frau. Nur das Meer vor ihnen kann ihre Augen sehen. Ein großes Meer, der Ozean.
Sie bleiben vor der Gischt der Wellen stehen. Er legt seinen Arm um ihre Schulter, sie ihren Arm um seine Hüfte. Ihre Köpfe ruhen an ihren Schultern.
Je länger sie so dastehen, umso mehr schwanken sie hin und her, als treibe der Wind mit ihnen sein Spiel.
Ihre Köpfe schauen dabei unbewegt auf das Meer in Richtung Horizont, wo nur der Mond noch auf dem Wasser sein silbernes Lächeln verstreicht.
Dann beginnen sie sich zu drehen, heben mehr und schneller die Beine, tanzen in die Gischt hinein, in das Wasser, tanzen bis nur noch ihre Oberschenkel frei vom Wasser sind.
Schließlich drehen sie sich mit einem heftigen Ruck um, rennen zum Strand, die Dünen hinauf, verschwinden im fahlen Dämmerschein beginnender Nacht.
Unten kommen die Wellen näher und näher, erste schlagen an den Dünen an. Der Wind wird stärker und stärker. Es ist, als wolle das Meer zu dem Paar, wolle nicht ohne sie sein.
Hinter einer Düne packt ein Mann im dunklen Mantel sein Fernrohr ein.
Er geht mit gesenkten Schultern zu einem hinter Bäumen verborgenen Wagen, steigt ein.
Da erheben sich weit von ihm entfernt lautlos zwei Schatten und folgen ihm mit einigem Abstand, stark nach vorne gebeugt, noch in den Knien geduckte Schatten, verharren dann bis er wegfährt, sein Wagen leicht hustend hinter einer Kurve verschwindet,
in gekrümmter Haltung, richten sich langsam auf, der Rechte führt einen Arm zu seinem auftauchenden Kopf, eine Hand bildet sich, ein rechteckiger kleiner Schatten verschwindet mit der Hand hinter dem Kopf, eine Stimme flattert bruchstückhaft Vokale über die Dünen. Dann geschieht nichts mehr.
Die Schatten wirken aufgerichtet wie zwei Schießbudenständer, bewegungslos. Plötzlich ertönen in der Ferne Geräusche wie quietschende Reifen und das Knallen von heftig zugeschlagenen Autotüren. Danach ist es wieder still. Die Schatten bewegen sich in entgegengesetzter Richtung bis auch sie eins werden mit der Dunkelheit.
Dem Mond bleibt nur, den Rest zu beleuchten, wie das Wasser langsam ermattet, für Momente zu ruhen scheint auf dem Strand und dann allmählich in kleinen Prielen sich zum Ozean zurück begibt.
Kurz darauf, als hätte das Wasser sie angezogen und zurückgeholt, taucht erst der Mann, dann die Frau wieder zwischen den Dünen auf. Nicht mehr Hand in Hand oder Kopf an Kopf, jetzt weit voneinander entfernt, gehen sie rasch zu der Stelle, wo der Mann mit dem Fernglas gelegen hatte. Die Frau bückt sich, geht in die Hocke, zeigt auf etwas. Der Mann scheint mit ihr zu reden, jedenfalls kommen Sätze über die Dünen.
„Auf dieser Welt ist man wohl nirgendwo mehr wirklich allein. Was ist noch das, was es scheint und wer weiß noch wirklich was geschieht?“
„Mit uns?“
„Mit uns allen!“


Freitag, 17. Mai 2013

Tag und Nacht Wechsel



 




















über
Morgenkaffee

wenn die Dunkelheit
einbricht kann noch
der Morgen folgen

nur der Tag selber
verliert am Ende
sein Licht

übergibt unsere
Sorgen der Nacht
verlängert so

für uns ihr
düsteres Angesicht
zerbrochen

vom Morgenlicht
wo die Hoffnung
mit Kaffeeduft

uns befreit

Montag, 29. April 2013

Klarer Nächte Fieber



Nacht möchte mit, von all unserem
zum Dir, wo ich möchte zum Ich

zu übergießen das Fieber
dieser Orkane mit Regen

all das, was es uns an
Klarheit im Wind uns trägt

in den Wesensbergen durch
zum Mir ganz Dir

gemeinsam aus jeder Ritze
träumen, durchgenießen

mit den Sternen fieberschauern
nehmen mit bloßer Haut die Wolke

dort ein Sonderleben treiben
wachen, ziehen, weiterfragen

die Fülle und Kälte dieser Nacht
aufteilen, vertreiben den Dunst

Dir möcht ich die Nacht vertreiben
einfach nur gesunden, möcht ich

mit Dir ruhen, klare bloße Haut
die Klarheit ist, die uns trägt

die alles birgt, den Teil und den Teil
ohne den Teil zum durch, auch so

Samstag, 13. April 2013

Nachtschwärmerei




über Nacht-
schwärmerei

wer die Nacht zu oft
zum Tage macht
vergisst dass wir
der Sonne alles
Leben verdanken

nicht dem Mond