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Donnerstag, 23. Januar 2014

Fluchtreisen







aus
Peter Silies
Urlaubskladde:




die meisten Reisen
führen uns

statt
zur Welt hin

als Flucht
aus ihr hinaus

im besten Falle
zu uns selber


Dienstag, 21. Januar 2014

Langes Leben kurz

aus
Peter Silies
Grübellade

wer länger lebt
wacht öfter auf
erlebt trotzdem
hier und heute
Tag und Nacht
auch nur ein
einziges Mal
ohne Pardon

Montag, 13. Januar 2014

Kompromisse

aus
Peter Silies
Grübellade:

Wir leben im Zeitalter
wachsender Kompromisse
manche zu hohen Müllbergen
andere zu sanften Hügeln

immer noch besser
als ganz ohne Aussicht
auf befreiende Höhen
im tiefen Tal zu ersaufen

Freitag, 10. Januar 2014

Nur der Mensch





nur der Mensch
kann im Universum
ausbrechen
aus der Auslese
nach dem Raubtierprinzip

weil er sich selbst
sehen und erleben kann
im Gegensatz zu allem
anderen Leben
weiß was er tut
und was er
anders tun könnte

nur er allein
sieht was geschieht
warum und was besser
zu machen wäre
nur er
und mit ihm
würde verschwinden

das Gewissen des Universums
und seine Chance
auf Entwicklung
in Frieden
dass nicht immer nur
das Stärkere gewinnt

(c) bild + text jörn laue-weltring lingen 2014

Dienstag, 10. Dezember 2013

im Noch


noch sind wir
aber vielleicht nicht
nicht so jedenfalls
wie wir sein

sind wir nicht mehr
was waren wir
dennoch wollten
immer noch nicht

sind wir noch
oder wieder
auf jeden Fall
aber: sind wir

noch

Montag, 21. Oktober 2013

Was zählt für uns







aus 
Peter Silies
Morgenlade:



wenn die Jahre nicht mehr zählen
zählen die Monate und Wochen

wenn die auch nicht mehr zählen
zählen die Stunden und Minuten

weil, wenn wir es so wollen
immer etwas für uns zählt


Sonntag, 20. Oktober 2013

Alles nichts oder Alles alles



Heidi kannte die beiden Stammgäste in ihrem Scene-Lokal „Litfaß“ bestimmt schon seit zwanzig Jahren, gefühlt seit einer Ewigkeit. Beide verteidigten ihre Stammplätze an der Theke seit eben so langer Zeit durch dafür notwendiges frühes Erscheinen und nie gingen sie zusammen aufs Klo. Rauchen taten sie schon länger nicht, so dass sie weder in Heidis gemütlichen Raucherraum oben, noch vor die Türe gehen mussten. Dreimal in der Woche kamen sie. Auch dies seit Jahren.
Sie wusste dass Günter, der stets links sitzende, verheiratet war wie sein Kumpel Hans-Georg neben ihm aber im Gegensatz zu dem drei Kinder stattdessen zwei hatte. Günter war in der Stadt bekannt als erfolgreicher Web-Designer und Werbeprofi, sein Kumpel war Geologe und reiste für eine nach mehreren Übernahmen und Krisen mittlerweile französische Firma in der Welt herum auf der Suche nach fossilen Brennstoffen. Diese Abwesenheiten führten zu einsamen Sitzungen von Günter an der Theke. Er blieb dann nicht so lange.
Meist war es Günter der sprach. So auch an diesem Abend.
„Weißt Du, eigentlich ist ja alles nichts, fast nichts.“
„Ja!“
„Rein gar nichts, weißt Du. Andererseits ist aber auch Alles alles, fast alles, jedenfalls mehr als nichts.“
„Ja!“
„Wie in dem Moment beim Aufwachen nach einem Traum, weißt Du, irgendwie war gerade noch alles real, was im Traum war, dann aber ist das alles plötzlich genau so nichts und der Tag wird real, es sei denn Du wachst in der Nacht auf. Dann ist plötzlich nur noch diese scheiß Nacht real.“
„Ja!“
„Der Traum ist einerseits nur noch nichts. Aber im Traum ist alles genau so real und auf jeden Fall viel mehr als nichts. Weißt Du. Und vom Nichts, also vom Traum, geht nichts rüber und vom Tag alles, in den Traum geht alles. Rein, meine ich, weißt Du, alles, obwohl nichts davon bleibt. So wird Alles zum Nichts und das Nichts wird Alles. “
„Ja, trinken wir noch‘n Bier?“
„Ja. Das ist mehr als nichts.“
„Auf jeden …!“
In dem Moment rutschte Hans-Georg, als er sich am rechten Bein kratzen wollte, unglücklich vom Hocker und konnte sich im Fallen gerade noch rechtzeitig mit der rechten Hand auffangen.
Günter half ihm hoch.
„Ist was?“
„Nee, nichts. Es ist nichts.“
„Wie kam’s?“
„Einfach so. Irgendwie. Prost aufn Schost!“
„Jupp, Prost aufn Schost!“
Diesen Trinkspruch hatten sie vor Jahren für sich selbst kreiert, als sie noch Cognac dazu tranken und dabei vom Aufstieg träumten.
„Aber das hier eben war was, oder?“
„Nee, war nichts. Bin abgerutscht. Die Hocker sind auch zu glatt. Wahrscheinlich gebohnert.“
„Ja, es wird überhaupt zu viel gebohnert heut zu Tage.“
„Ja!“ Erst lachte Hans-Georg und dann auch Günter.
„Habt ihr einen guten Witz?“ Heidi war neugierig geworden. Lachen taten die beiden selten.
„Nee, nichts, nur so.“
„Ja, nur so, nichts, kein Witz.“
„Ach so, und warum lacht Ihr beiden?“
„Nur so. Warum nicht?“
„Ja, warum auch nicht.“
„Auf jeden ist oft alles alles und leider nichts nichts. Dazwischen hängen wir rum wie blöd, als wären auch wir mehr nichts als alles. Geht Dir doch auch so.“
 „Ja!“
Heidi sah ein, dass da nichts zu holen war und wendete sich wieder ihren anderen Gästen zu.
„Letzte Runde?“
„Letzte Runde!“
„Und bei Dir?“
„Ja, wie immer halt, nichts.“
„Du sagst es.“
Wenig später zahlten und gingen sie. Vor der Tür sahen beide in den schmalen Streifen Himmel hoch, den die Straßenschlucht ihren Blicken frei gab.
„Das da ist wirklich alles“
„Ja, absolut.“
„Und doch das große Nichts in dem alles verschwindet.“
„Ja, schwarze Löcher warten da auf uns.“
„Ja, bis dahin, Tschüss!“
„Tschüss“
Sie wohnten in entgegengesetzter Richtung und so trennten sie sich, während der Mond vorsichtig hinter einer Wolke hervorkam, als hätte er auf das Verschwinden der beiden gewartet.

Freitag, 27. September 2013

Wesen der Kunst


aus
Peter Silies
Grübellade:

in der Kunst
in ihrem Wesen
so scheint mir
geht es weniger
um Professionalität
als um Authentizität

um einen Kern
unbeschreibbar
in Worten
in der Kunst nur
auszuleben
egal ob in Bild
oder Ton

Mittwoch, 28. August 2013

Schreibmotive



es geht mir nicht mehr um Erfolg
wo, was soll der noch sein
ginge es mir um einen Erfolg
müsste ich in diesen Tagen
viel verschwiegener sein
höflicher und charmanter
zielstrebiger
auf den Punktgewinn genau
ein Markenkern

ich aber
suche die Kerne immer noch
so geht es mir um das
was aus mir zu Euch spricht
um Kommunikation
um Dialog.
um Selbstvergewisserung.
um Träume, Schmerzen, Verletzungen
und Bilder, die uns weiter fliegen lassen
vielfältige, überraschende Horizonte
wie Regenbögen, Feuerwerke
und ein stilles Lebensglück

Freitag, 9. August 2013

Irrtum und Wahrheit


Aus
Peter Silies
Philosophieladen
*
verborgen
im Irrtum liegt
die wahre Kraft
der Wahrheit

nur für Freunde
bereit sich zu zeigen

Dienstag, 23. April 2013

Der berühmte Koch und Kritiker im Himmel





Mit 98 Jahren war es auch für ihn soweit, durfte er vom Leben hinüber zum Tod, in seinem Fall in den Himmel wechseln wo ihn Petrus, Gabriel und ihre Helfer bereits aufgeregt erwarteten.

Sie hatten, was nur äußerst selten geschah, höchstens alle 50 oder 100 Jahre einmal, einen großen Empfang vorbereitet, für ihn, dem großen Koch und Kochkritiker, hatten sie extra eine bombastische Küche aufgebaut, in der jetzt viele kleine Englein zappelig vor Nervosität herumflatterten, bereit ihm bei seinem ersten Himmelsmenü zu helfen.

Der so erwartete Koch schlug die Augen auf, vermutete sofort, im Himmel gelandet zu sein und endlich befreit von seinen irdischen Zipperlein, schlug also freudig die Augen auf, sah die Küche und begann sofort hemmungslos zu schluchzen. Es durchschüttelte sein ganzes Seelengewand und war so stark, dass Petrus zu ihm hin sprang in der Sorge, er könne von der Wolke gerüttelt werden.

„Lieber Herr! Was ist mit Ihnen. Ist Ihre Freude so groß, auch hier bei uns eine ihrer phantastischen Küchen vor zu finden?!“

Der Mann hörte tatsächlich sofort auf mit dem Flemmen, bekam ein ernstes Seelengesicht, fürchterlich ernst und brüllte unvermutet los:

“ Habt Ihr sie noch alle! Wollt Ihr mir das hier antun? Ich denke, ich bin im Himmel und du schaust auch eher wie der Petrus als wie der Teufel aus, mal ganz abgesehen von diesen Flatterwesen zwischen den Töpfen und Pfannen. Das ist, … das ist Folter! Jawohl! Eines Himmel des Satans ist das!“

Besorgt hatte der Erzengel Gabriel den Koch beobachtet und schob Petrus nun sanft zur Seite.

„Lieber Herr! Es gibt viele hier oben, die behaupten ohne Eure Anwesenheit und die Eurer Künste sei das gar kein Himmel.

Einige wollten ohne sie gar nicht hierher und lieber in der Hölle warten bis zu Ihrem Erscheinen. Sagen Sie uns, was wir falsch gemacht haben und ändern sollen. Wie kommen Sie überhaupt auf Folter?

Positiv überraschen wollten wir Sie, nichts weiter.“

Der Koch sah sich um, in ihre Engelsgesichter und knurrte: „Nun gut, dachte Ihr wüsstet hier oben wie es uns da unten so geht. Wisst Ihr nicht?“

Gabriel und Petrus schüttelten beide betrübt den Kopf. „Ihr seid zu viele geworden, stützen uns deswegen auf Facebook, Twitter und überhaupt das Internet.“, sagte Gabriel und Petrus ergänzte:“Wir haben aber ein QM-System, das regelmäßig Stichproben bei den Menschen direkt macht. Bei Differenzen handeln wir natürlich sofort.“

„Ja“, betonte Gabriel,“ die Kundenzufriedenheit steht bei dem Alten und noch mehr seinem Sohn sehr hoch im Kurs.“

Petrus nickte. „Und die Mutter nicht zu vergessen, sehr streng, sehr streng!“

Der berühmte Koch nickte. Das kannte er. Hatte also auch hier dies Unwesen ewigem Controllings und Erfolgdrucks schon Einzug gehalten.

Neugierig geworden fragte er, ob denn auch das resultierende Phänomen „burn out“ sich bei den Engeln auch schon eingestellt habe.

Da lachten alle und ein Engel, der auf der Herdplatte saß und mit seinen Flügeln dabei keck wippte, rief: „Aber Herr! Wir sind doch keine Menschen!“

Nun wollten alle aber endlich wissen, warum er so reagiert habe.

Und er beichtete ihnen sein Leben.

Jahre, ja Jahrzehnte habe er für eine bessere Kochkunst und Ernährung gekämpft, alles riskiert, zu Beginn sogar Knast, die Lächerlichkeit und das Hungertuch.

Mit der Zeit aber hätten immer mehr Menschen gefallen an seinen Erkenntnissen gewonnen, eine große Zeitung ihn regelmäßig veröffentlicht und die Fernsehsender hätten sich mit der Zeit um ihn gerissen.

Er aber hätte lieber nur seine Bücher und Artikel geschrieben. „Wollte ja eigentlich Journalist oder Schriftsteller werden bis mir das Essen auf die Nerven fiel, vor allem der Fraß meiner Landsleute.“

Aber dann das, heute, sie sollten sich mal umsehen auf Erden.

„Da haben Sie gesiegt, auf der ganzen Linie“, meinte Petrus begeistert. „Völlig, ganz klarer Sieger! Auch wir hier bewundern sie für das Wunder, sogar der Sohn meinte, hätte er auch nicht besser wundern können.“

„Doch, doch hätte er! Sie verstehen nichts!

Was sie da im Fernsehen und an Büchern sehen, sagt ja gar nichts!

Gut, die Restaurants sind besser geworden. Aber je mehr Kochshows es gibt, umso schlechter ernähren sich die Leute. Die sitzen davor und fressen ihre Tiefkühlpizzas und Pepperchips! Fürchterlich. Die Kinder werden dick und dicker.

Aber vor allem mir ist aufgrund dieser entsetzlichen Entwicklung das Essen vergangen, völlig, die letzten Jahre habe ich mich von Müsli und Trockenbrot ernährt, nichts mehr gekocht.

Umso erfreuter war ich, dass Sie mich endlich hoch geholt haben. Ich dachte, dass ich hier nichts kochen und auch noch essen muss!

Verstehen Sie, und da treffe ich als erstes im Himmel auf dieses überflüssige Monstrum da! Kein guter Koch braucht so ein Protzomobil. So etwas haben da unten Leute, die nicht wirklich kochen, nur angeben wollen. Weg damit, weg!“


Kaum hatte er es ausgesprochen, war die Küche auch schon verschwunden. Die Engel plumpsten etwas hart auf die Wolken und der Koch atmete erleichtert auf.

„Danke, jetzt, meine Herren und Ihr niedlichen Engel, dürft Ihr mich begrüßen und zu euch führen.“

Petrus und Gabriel sahen sich ratlos an. „Wohin mit dem“, dachten sie. Schließlich fragten sie ihn:

„Wir wissen nicht recht wohin, eine Abteilung für Journalisten und Schriftsteller haben wir hier nicht. Denen geht es wie Ihnen, wollen keine Zeile mehr schreiben und auch keine entsprechenden Geräte mehr sehen. Die Maurer wollen nicht mehr Mauern und die Maler nicht mehr malern.“

„Halt, warten Sie und die Bildhauer nicht mehr bildhauern. Richtig?“

Sie nickten.

„Dann möchte ich ganz einfach so wie diese Künstler auch nur noch nichts tun, das fehlte mir auf Erden völlig.“

Der Koch strahlte sie an und sah sich am Ziel seiner geheimsten Wünsche angekommen, die zu erfüllen er sich auf der Erde nie getraut hatte.

Aber Gabriel und Petrus wirkten noch betrübter. „Wir können im Himmel leider auch nicht alle Wünsche erfüllen, schon gar nicht den.

Muße und Entspannen, das geht nur in Ihrem Leben da unten, was sie wohl nicht sehr dafür genutzt haben, … gar nicht?

Oh je! Ja, dann tut es uns noch mehr leid. Dann haben sie die höchste Stufe doch nicht erreicht.“

„Wie, höchste Stufe, „Muße“ nur auf Erden? Was ist das hier für ein Himmel?“

„Also …“

„Nein, Herr Petrus, das kann nicht sein. Ich dachte es geht um „Liebe deinen Nächsten“, „ehre Vater und Mutter“, „sollst nicht töten“ und sagen Eure Mönche nicht sogar: Nur“ ora et labora“! Seht Ihr, nix von „Muße“!!

Von Muße war in Euren Geboten, ja dem ganzen Buch nie die Rede!“

„Stimmt“, versuchte Gabriel ihn mit sanfter Stimme zu beruhigen.“Sie haben ja so recht. Aber, es ist nun mal so, also der Vater hat Ihnen das Gehirn auch gegeben, selber Wichtiges damit zu entdecken …“

„Und nicht nur für schräge Manipulationen an seiner Schöpfung!“ fiel Petrus etwas verärgert ein, weil der Koch ihn so einfach unterbrochen hatte.

„Aha“, fiel dem Koch darauf nur noch ein. „Und die Muße …!“

„Ja, die müssen die Menschen schon selber entdecken und mit dieser Erkenntnis und Entwicklung von Fähigkeit, Muße kann man ja nicht sofort, gelangt man zur höchsten Stufe, denn nur der wirft sein vom Vater gegebenes Leben nicht einfach weg oder verschludert es!“

„Keine Chance hier für mich die Muße …?“

Beide schüttelten den Kopf.
„Ja, was dann?“

„Tja, wie es im Buch der Bücher steht, den ganzen Himmelstag von der Wolke aus jubilieren und loben den Vater mit seinem Sohn und der Mutter!“

„Da habt ihr uns Menschen ja was Schönes eingebrockt!“

„Wir“, Petrus sah den Koch voll himmlischen Verständnisses an. „Ihr, Ihr Menschen habt uns allen das eingebrockt! Auch wir hatten uns das mit dem Himmel anders vorgestellt, Sie können in einer Pause ja mal den Sohn nach seinen Plänen fragen. Die würden Ihnen gefallen. „

Da kam dem Koch ein Hit aus seiner Erdenzeit in die Seele: „Dieser Weg wird kein leichter sein …, dieses Leben bietet so viel mehr!“

Und ließ sich plötzlich müde, sehr müde zu seiner Wolke führen und zeigen von den Engeln wie das mit dem Jubilieren und Hochloben zu machen sei.

Oft noch musste er darüber nachdenken: „Muße, wie soll da einer unten drauf kommen? „Muße“, wie denn, ja da werden sich wohl noch viele böse überrascht umgucken hier oben. Wer kann das denn, Muße?!“

Und jedes Mal fiel ihm der Song dazu ein: „dieses Leben bietet so viel mehr.“

Das Heute als Wunderland


Dienstag, 16. April 2013

Nicht-Wissender





Peter Silie zu Sokrates:

ich weiß nicht
ob ich nichts weiß

aber ich glaube es Dir
als Nicht-Wissender

„Wörtlich übersetzt heißt der Spruch „Ich weiß als Nicht-Wissender“. ….
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ (οἶδα οὐκ εἰδώς, oîda ouk eidōs)[1] ist ein geflügeltes Wort, das als verfälschende Verkürzung eines Zitats aus Platons Apologie dem griechischen Philosophen Sokrates zugeschrieben wird. Das Zitat steht bei Platon für die Entwicklung der eigenen Erkenntnis von der Entlarvung des Scheinwissens über das bewusste Nichtwissen hin zur Weisheit als Wissen um das Gute. Zieht man spätere Berichte über die ungeschriebene Lehre Platons heran, lässt sich das Wesen des Guten als identisch mit dem absoluten Einen verstehen.[2] Das sokratische Wissen um das Nichtwissen initiiert damit einen dialektischen Weg, der zum wissenden Nichtwissen der absoluten Transzendenz führt.“ Aus Wikipedia