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Dienstag, 21. Januar 2014

Schweriner Erklärung zur Kulturförderung


(c) bild jörn laue-weltring, berlin kreuzberg 2009

Berlin, 21. Januar 2014. Die deutschen Kunst- und Kulturstiftungen sind keine Ausfallbürgen für Kürzungen der öffentlichen Kulturhaushalte. Dies ist eine zentrale Position der "Schweriner Erklärung", die der Arbeitskreis Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher Stiftungen auf seiner Tagung in Schwerin heute verabschiedet hat. Die Stiftungen fordern darüber hinaus, dass die von der öffentlichen Hand gegründeten Stiftungen für Kunst und Kultur mit ausreichend materiellen Ressourcen und genügend Freiraum zum stifterischen Handeln ausgestattet werden. Gleichzeitig hebt die "Schweriner Erklärung" die private Kulturförderung durch Kunst- und Fördervereine wie die private Wirtschaft als wichtigen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur hervor. Im Bereich der kulturellen Bildung bieten sich die Stiftungen als aktive Mittler zwischen professioneller Kunst und Kultur, kultureller Bildung in Schule und Jugendarbeit sowie kulturellen Projekten von Amateuren an.
 
Tobias Henkel, Leiter des Arbeitskreises Kunst und Kultur und Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, fasst zusammen: "Der unschätzbare Reichtum von Kunst und Kultur spiegelt sich in den unterschiedlichen Anliegen und Schwerpunkten der Kunst- und Kulturstiftungen in Deutschland wider. Umso bedeutender ist es, dass sie sich mit der ‚Schweriner Erklärung’ auf gemeinsame Positionen verständigt haben. Im Konzert der für Kultur Engagierten sind die Kulturstiftungen eine gewichtige Stimme."
 
Prof. Dr. Michael Göring, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Vorsitzender des Vorstands der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, betont die Notwendigkeit, Kulturpolitik niemals zur Nebensache verkommen zu lassen: "Der Gesetzgeber hat 2013 wichtige Zeichen für nachhaltige private Kulturförderung gesetzt. Die ‚Schweriner Erklärung‘ formuliert zu Recht die Erwartung, dass Kulturpolitik auf allen Ebenen als zentrale Chance für die Zukunft unseres Landes wertgeschätzt wird. Kulturpolitik ist weit mehr als Standortpolitik, sie ist die wichtigste Säule für das Gedeihen einer kreativen Gesellschaft."
 
Rund jede sechste Stiftung fördert Kunst und Kultur. Da sich seit der Jahrhundertwende die Zahl der Stiftungen auf heute etwa 20.000 verdoppelt hat, gibt es auch im Bereich der Kunst- und Kulturförderung doppelt so viele Stiftungen wie im Jahr 2000. Damit stehen den staatlichen Akteuren und den Kunst- und Kulturschaffenden heute mehr Stiftungspartner denn je zur Verfügung – auch beim Werben um eine Anerkennung der Bedeutung der Kunst- und Kulturförderung von Staat und Wirtschaft. Deren Fördertätigkeit können die Stiftungen jedoch nicht ersetzen.

Arbeitskreis Kunst und Kultur

Der Arbeitskreis Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher Stiftungen ist Sprachrohr der kunst- und kulturengagierten Stiftungen in Deutschland. Kunst und Kultur haben heute rund 15 Prozent der rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts in ihrer Satzung verankert. In den neuen Bundesländern wurden nach der Wende zwar insgesamt nur wenige Stiftungen errichtet, darunter aber auffällig viele Kulturstiftungen. So haben in Mecklenburg-Vorpommern rund 21 Prozent der Stiftungen Kunst und Kultur in ihrer Satzung verankert.
Viele Kulturstiftungen haben sich in einzelnen künstlerischen Sparten spezialisiert. Am beliebtesten ist dabei der Musikbereich, gefolgt von Literatur, Bildender und Darstellender Kunst. Sie fördern den künstlerischen Austausch, vergeben Kulturpreise oder Stipendien und sind zunehmend in der kulturellen Bildung aktiv.
 
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Als unabhängiger Dachverband vertritt der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Interessen der Stiftungen in Deutschland. Der größte Stiftungsverband in Europa hat über 3.800 Mitglieder; über Stiftungsverwaltungen sind ihm insgesamt mehr als 7.000 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Damit repräsentiert der Dachverband rund drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.

Quelle: www.stiftungen.org / Bundesverband Deutscher Stiftungen

p://www.stiftungen.org/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-dynamische-inhalte/detailseite-pressemitteilung.html?tx_leonhardtdyncontent_pi1%5Bmode%5D=teaserstart&tx_leonhardtdyncontent_pi1%5Bid%5D=3835

Mittwoch, 20. November 2013

BRD-Verjährungsfrist


Die Verjährungsfristen
für Sühne, Strafe und
Entschädigung
oder Rückgabe
der Beute

diese Verjährungsfristen
meines Landes
helfen merkwürdigerweise
stets nur uns, wenn wir
oder unsere Landsleute
die Täter sind

und gelten nie
wenn mein Land
oder seine Bürger
als Opfer ihre
Forderungen stellen
nach Land, Eigentum
und wertvollen Bildern

die Verjährung
frisst
da was
für wen?

Dienstag, 8. Oktober 2013

Eines Künstlers Fragen an seine Nutznießer



müssen ein Text, ein Bild, ein Lied
wirklich in bestimmten Formen
gestaltet daher geschwungen kommen
oder wäre es nicht besser vielleicht
sie löten anders rum gegen den Stachel
verwirren uns lassen den Rhythmus
mal aus den Takt geraten oder
mischen neu ganz andere Farben
aus Asphalt Stacheldraht Tablettengrau
brechen den Reim bringen so uns beim Lesen
völlig aus dem Takt uns stottern wie Greise
der Sprache völlig ungeübt auf neue Weise
angestoßen lesend betrachtend lauschend
statt in gewohnten Bahnen altbekanntes
abzufeiern nur zu schwelgen in dem
was jeder von uns schon viel zu lange
zu besitzen glaubt und wohin führe uns das
was davon ließe sich wirklich genießen?

müssen ein Text, ein Bild, ein Lied
wirklich eindeutig daher kommen
oder wäre es nicht besser vielleicht
sie kämen deutlich zu uns rüber
ausdrücklich und wahrhaftig
mit des Herzens
listigem Wimpernschlag
uns lustvoll einschenkend
die Freiheit des Entdeckens
Staunens Fragens Wunderns
auch Entsetzen einfach spüren lassen
uns auf zu schrecken ohne Antwort
uns überlassen den großen Strömen
des Nachdenkens und Nachfassens
statt eindeutig auf die eisglatten
knallharten Pisten verwiesen zu werden
was davon ließe sich wirklich verwenden
und wo würden wir damit enden?

Dienstag, 1. Oktober 2013

Sprachlos in der Kunsthalle



Ein Mann steht ruhig vor einem Bild, als ein Bekannter von ihm vorbei kommt. Sie begrüßen sich mit einem Handschlag und der Mann wendet sich wieder dem Bild zu.
„Gefällt ihnen das?“
„Was?“
„Das Bild?“
„Wieso?“
„Weil Sie davor stehen.“
„Ich stehe davor, weil ich es mir ansehe.“
„Ja, klar, und, gefällt es Ihnen?“
„Das ist doch keine Frage.“
„Nein? So gut finden sie es?“
„Nein.“
„Also gefällt es Ihnen doch nicht?“
„Vielleicht. Mal sehen.“
Der Bekannte lässt ihn eine kurze Weile in Ruhe das Bild weiter betrachten, sieht auch selber hin. Schließlich hält er es nicht mehr aus.
„Was sehen Sie? Ich meine, was kann man da erkennen?“
„Das was Sie sehen.“
„Mhh!“
Nach einer weiteren Weile des Betrachtens beginnt der Bekannte wieder zu fragen.
„Was denken Sie, ich meine, während Sie das Bild so intensiv betrachten. Was denken Sie?“
„Nichts.“
„Sie denken nichts, also sagt Ihnen das Bild auch nichts?“
„Doch.“
„Also denken Sie doch.“
„Nein, aber das Bild sagt mir etwas.“
„Mir aber nicht. Was will Ihrer Meinung nach, denn der Künstler uns damit sagen?“
„Würde ich es Ihnen sagen können, hätte der Künstler kein Bild geschaffen sondern einen Text geschrieben. Es sagt mir halt zu.“
„Aber Sie denken nicht dabei? Wie geht das denn? Wo es doch angeblich etwas zu Ihnen sagt?“
„Es ist ein Bild!“
„Ja, das sehe ich auch.“
„Da muss man nicht denken, sondern hinsehen, verstehen Sie, hinein sehen, es auf sich wirken lassen. Dann kommen einem die Bilder von allein.“
„Bilder? Ich sehe nur eins.“
„Weil sie denken und reden statt einfach nur still es sich an zu sehen.“
„Ich sehe aber nichts.“
„Wie auch. Hören Sie auf zu denken dabei.“
„Wie heißt es überhaupt?“
„Steht da auf dem Schildchen.“
„Sprachlos? Was soll das denn?“
Sie sahen sich stumm an, der Betrachter wütend, sein Bekannter empört.
„Der will uns wohl verarschen! Sprachlos! Ist doch jedes Bild, oder nicht?“
„Wir, er meint uns.“
„Wie?“
„Er meint, wir sind sprachlos, das heißt erst er, der Künstler und dann vielleicht auch wir. Ich jedenfalls bin es.“
„Warum?“
„Na, das sieht man doch.“
Der Bekannte will ganz nahe an das Bild heran. Sofort gehen die Alarmsirenen los. Zwei Museumswärter stürzen zu ihnen hin. Der Bekannte dreht sich erschrocken zu ihnen um. Im gleichen Moment schlägt der Bildbetrachter zu. Mehrmals, bis sein Bekannter auf dem Boden liegt. Daraufhin beginnt er ihn überall mit kräftigen Tritten zu malträtieren, bis es den Museumswärtern gelingt, ihn weg zu ziehen.
In der Gerichtsverhandlung, zu der es Dank seinem Bekannten kam, da der ihn wegen schwerer Körperverletzung angezeigt hatte, gab der in den Medien sofort als „Kunstschläger“ titulierte Mann an, das Bild sei der Auslöser gewesen, es habe ihn sprachlos und wütend gemacht, ja, er habe die ganze bittere Wut des Künstlers in sich gespürt und der dumme Bekannte sei Teil dieses Bild geworden und er habe einfach nur noch rot gesehen.
„Das ist eben Kunst,“ sagte er ruhig,“sie kann vieles anrichten, wenn sie gut ist. Und dies Bild erscheint mir mehr als gelungen.“
Er wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt und ein Verbot auf fünf Jahre für sämtliche Kunstmuseen der Republik. Es wurde ihm zugute gehalten, dass das Opfer ihn durch seine Fragerei wahrscheinlich gereizt hätte.
Damit war aber das Thema nicht beendet. Die Medien ereiferten sich noch lange über Bild, Tat und die manchmal bedenkenswerten Folgen der Kunst und ob es dann nicht doch keine Kunst sei, eher eine gefährliche, dumme Provokation.
Der Mann nahm den ersten Teil des Urteils mit Gelassenheit, den zweiten Teil aber mit großer Trauer an.
Schon bald darauf verließ er das Land für immer. Aufgrund der hohen Medienresonanz wurde er aber auch im Ausland beim Besuch der Museen erkannt und zum Verlassen aufgefordert. Da sprang der Mann von einer hohen Brücke auf die Schienen, in der Hoffnung, wenn der Sturz nicht ausreichen würde, ihn ein Zug endgültig von diesem Leben befreien würde. Und so geschah es. Er musste noch die Räder spüren, wie sie ihn zerquetschten.
Auf der Beerdigung erschien auch der Schöpfer des Bildes, mit dem alles begonnen hatte. Nicht erschienen ist der Bekannte, das Opfer.
Der Künstler schuf unserem Manne zu Ehren ein grandioses Bild, dass aber bald schon von keinem Museum mehr aufgehängt wurde. Zu viele Betrachter des Bildes sprangen hinterher von hohen Brücken auf die Schienen.
Seitdem vermieden es die Kuratoren und Leiter der Museen Kunst zu präsentieren, die große Reaktionen nach sich zogen. Viele Künstler bedauerten das sehr, vor allem die, die deshalb kein Werk mehr abgenommen bekamen. Sie waren sich sicher auch der Mann hätte dies bedauert, trotz seines folgenschweren Todes.
Hatten sich nicht auch nach dem Erscheinen des „Werther“ damals viele Jugendliche selbst vom Leben zum Tode befördert und trotzdem stehen die Werke seines Schöpfers in jeder Buchhandlung, noch heute.
Was zur nächsten Debatte führte, warum Literatur etwas dürfe und bildende Kunst nicht, welches Naturgesetz den Worten Vorrechte einräume vor den Bildern?
Sprachlos? Vorsicht, oft fängt mit dem Einsetzen der Sprachlosigkeit bisweilen das Schreckliche erst so richtig an. Dafür aber verabschieden sich von uns nun ganz andere Leute in völlig anderen Geschichten.

Freitag, 27. September 2013

Wesen der Kunst


aus
Peter Silies
Grübellade:

in der Kunst
in ihrem Wesen
so scheint mir
geht es weniger
um Professionalität
als um Authentizität

um einen Kern
unbeschreibbar
in Worten
in der Kunst nur
auszuleben
egal ob in Bild
oder Ton

Freitag, 13. September 2013

Christos: „Big Air Package“ im Gasometer Oberhausen



beim Betreten
klar der
der Petersdom
als Raum
voll mit Licht
und nicht so
dunkel und
erdrückend
wie er ist

dieser hier
dagegen
ganz in Weiß
die Kathedrale
als uns
wärmender Schutz
marmorweiß
umhüllen uns
die Wände




zuerst einfach
rund
hoch
einfach
kolossal
ein Gewölbe
wie in Florenz
das Weiß
wie in Assisi
der Stadt
des heiligen Franziskus
voller Licht




aber dann
liegend in der Mitte
auf Kissen
sehen wir das
Weiß wandern
von einem
Weiß zum
anderem Weiß
sehen die
Unterschiede
sehen was gerade
uns schien
wohl geordnet
uns in seine
asymmetrischen
Umlaufbahnen zieht

jede Linie
uns entführt
zu einer neuen Fläche
taucht wieder ein
wo andere sich
aufmachen
uns abermals
zu entführen




Bergmassive entstehen
verspielte
Zeichen eines Kindes
kein Barock
hat hier Platz
das ist Leben pur
in Weißtönen
gerundet
eckig in
den Treffpunkten
der Linien
kaum schafft
unser Auge es
still zu stehen
aus zu ruhen
und doch entspannt
sich unser Geist




verlieren wir
die Alltagshektik
ein Sciencefiction Illusionist
hat uns eingefangen
während von weither
Stimmengemurmel
gedämpft
vom Marmorstoff
uns wie Musik
sanft begleitet
in eine neue
friedliche
Weltlichkeit




(c) Bilder und Text: Jörn Laue-Weltring, Lingen 2013

Sonntag, 8. September 2013

Die Meister des Herbstes



der große Dirigent begann leise
seine Musik des Wassers an den Seen
ließ dann die Flüsse schneller werden
aus kleinen Glitzerhügeln ein wogendes Gebirge
langsam sich hoch wühlen das Meer
erst nur die Blätter rascheln dann
gewaltiger schlagen die Äste der Bäume
die Seen an ihre Uferpromenaden trommeln
die Flüsse ihre Wellen über die Brücken
das Meer mit Schaum über die Dünen
streichen, immer mehr, bis die Dächer der Häuser
wie Beckenklang auf die Straßen prallten
Stämme knackten, barsten, brachen, Mauerecken
erst priffen, dann heulten, Ziegel irrwitzig im Takt dazu
hüpften, Glas knirschte, dann klirrte im Parallelklang
zum Scheppern der Bleche und zerschellendem Porzellan
die Symphonie endlich alle Geräusche einsammelte und
zusammenband, die ihr Komponist zu Wasser und zu Lande
finden konnte und mit sich gerissen hatte, die Zuhörer
erschrecken und vor Angst erstarren ließen
da sogar die Sonne mit dem Mond
zu tanzen schien, eine schwerblütige Dunkelheit
über alles herfiel

bis er dann aber
kleinere Töne, mehr Dur als Moll
hinein zauberte mitten in das größte Getöse
Stampfen und Krachen, wie das Flüstern
der Mäuse auf den Dachböden und ihre
Trippelschritte im Heu, dazu langsam erste
ganz feine Sonnenstrahlen wie Seidenfäden
in der nachtgleichen Schwärze wie Edelsteine
funkelnd, das neues Licht erschien
die Fäden stärker wurden, goldenen Armbändern gleich
auch die Wellen sich streckten, sanfter anschlugen
Äste sich nur noch leicht berührten, Dächer
langsam sich zur Ruhe schaukelten, auf den Seen
ein sanftes Kräuseln nur noch ihre silbernen Tücher
humorvoll glucksend das Meer, so es
das Land kaum noch hörbar verließ, sich verbarg
im Teppich mit tanzenden Kronen aus Schaum
während die Besucher dieses Konzertes
tief durchatmeten, sich ansahen
froh, noch einmal lebend
davon gekommen zu sein
sich in warme Kleidung hüllten
draußen den Rest des Tages zu besehen

später meinten sie nur: „Die Aufräumarbeiten
haben länger gedauert als das ganze Konzert.“
So ist es eben hier seit Urzeiten, der Kunst
fällt es schwer, Gefallen bei den Leuten zu finden
aber vielleicht nimmt sie einfach
auch zu wenig Rücksicht

Freitag, 10. Mai 2013

Wortqual



noch immer
diese Hemmung
Kunst zu schaffen
Artist zu sein
wo Wahrheit
Wut Empörung

von den
Lagern drängen
das Gas
auf mich wartet
die Öfen
vorgeglüht

ihr Geist
wach um unsere
Türen schnüffelt
Wölfe mit
Kreidestimmen
ums Vergessen
bitten

bleiben mir nur
im Feuer
gehärtete
Worte

auf der Leine
kleine tapfere
Fähnchen
flatternd im Wind
der Zeit

Dienstag, 16. April 2013

Kunst was ist



wie oft noch diese Debatte
was Kunst sei was nicht
vor allem nicht gehöre in …
mehr: sich nicht gehöre so …

als hätte sich die Kunst
je nach uns gerichtet
unseren kleinlichen
von Lexika gesicherten
Gewohnheiten

unserer Angst vor
dem Verlust von Regeln
unserer eigenen


so rückversicherten
Sicherheit beim
Betrachten oder Lesen

als wäre ausgerechnet das
je ihr Ziel gewesen