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Dienstag, 8. April 2014
Frühlingsgelüste
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Photographie
Standort:
Bad Wildungen, Deutschland
Freitag, 4. April 2014
Mein Schattendasein 2
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Standort:
Bad Wildungen, Deutschland
Begegnung mit Dürer auf dem Markt
Standort:
Bad Wildungen, Deutschland
Donnerstag, 3. April 2014
Dienstag, 21. Januar 2014
Schweriner Erklärung zur Kulturförderung
(c) bild jörn laue-weltring, berlin kreuzberg 2009
Berlin, 21. Januar 2014. Die deutschen Kunst- und Kulturstiftungen sind keine Ausfallbürgen für Kürzungen der öffentlichen Kulturhaushalte. Dies ist eine zentrale Position der "Schweriner Erklärung", die der Arbeitskreis Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher Stiftungen auf seiner Tagung in Schwerin heute verabschiedet hat. Die Stiftungen fordern darüber hinaus, dass die von der öffentlichen Hand gegründeten Stiftungen für Kunst und Kultur mit ausreichend materiellen Ressourcen und genügend Freiraum zum stifterischen Handeln ausgestattet werden. Gleichzeitig hebt die "Schweriner Erklärung" die private Kulturförderung durch Kunst- und Fördervereine wie die private Wirtschaft als wichtigen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur hervor. Im Bereich der kulturellen Bildung bieten sich die Stiftungen als aktive Mittler zwischen professioneller Kunst und Kultur, kultureller Bildung in Schule und Jugendarbeit sowie kulturellen Projekten von Amateuren an.
Tobias Henkel, Leiter des Arbeitskreises Kunst und Kultur und Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, fasst zusammen: "Der unschätzbare Reichtum von Kunst und Kultur spiegelt sich in den unterschiedlichen Anliegen und Schwerpunkten der Kunst- und Kulturstiftungen in Deutschland wider. Umso bedeutender ist es, dass sie sich mit der ‚Schweriner Erklärung’ auf gemeinsame Positionen verständigt haben. Im Konzert der für Kultur Engagierten sind die Kulturstiftungen eine gewichtige Stimme."
Prof. Dr. Michael Göring, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Vorsitzender des Vorstands der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, betont die Notwendigkeit, Kulturpolitik niemals zur Nebensache verkommen zu lassen: "Der Gesetzgeber hat 2013 wichtige Zeichen für nachhaltige private Kulturförderung gesetzt. Die ‚Schweriner Erklärung‘ formuliert zu Recht die Erwartung, dass Kulturpolitik auf allen Ebenen als zentrale Chance für die Zukunft unseres Landes wertgeschätzt wird. Kulturpolitik ist weit mehr als Standortpolitik, sie ist die wichtigste Säule für das Gedeihen einer kreativen Gesellschaft."
Rund jede sechste Stiftung fördert Kunst und Kultur. Da sich seit der Jahrhundertwende die Zahl der Stiftungen auf heute etwa 20.000 verdoppelt hat, gibt es auch im Bereich der Kunst- und Kulturförderung doppelt so viele Stiftungen wie im Jahr 2000. Damit stehen den staatlichen Akteuren und den Kunst- und Kulturschaffenden heute mehr Stiftungspartner denn je zur Verfügung – auch beim Werben um eine Anerkennung der Bedeutung der Kunst- und Kulturförderung von Staat und Wirtschaft. Deren Fördertätigkeit können die Stiftungen jedoch nicht ersetzen.
Arbeitskreis Kunst und Kultur
Der Arbeitskreis Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher Stiftungen ist Sprachrohr der kunst- und kulturengagierten Stiftungen in Deutschland. Kunst und Kultur haben heute rund 15 Prozent der rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts in ihrer Satzung verankert. In den neuen Bundesländern wurden nach der Wende zwar insgesamt nur wenige Stiftungen errichtet, darunter aber auffällig viele Kulturstiftungen. So haben in Mecklenburg-Vorpommern rund 21 Prozent der Stiftungen Kunst und Kultur in ihrer Satzung verankert.
Viele Kulturstiftungen haben sich in einzelnen künstlerischen Sparten spezialisiert. Am beliebtesten ist dabei der Musikbereich, gefolgt von Literatur, Bildender und Darstellender Kunst. Sie fördern den künstlerischen Austausch, vergeben Kulturpreise oder Stipendien und sind zunehmend in der kulturellen Bildung aktiv.
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Als unabhängiger Dachverband vertritt der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Interessen der Stiftungen in Deutschland. Der größte Stiftungsverband in Europa hat über 3.800 Mitglieder; über Stiftungsverwaltungen sind ihm insgesamt mehr als 7.000 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Damit repräsentiert der Dachverband rund drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.
Quelle: www.stiftungen.org / Bundesverband Deutscher Stiftungen
p://www.stiftungen.org/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-dynamische-inhalte/detailseite-pressemitteilung.html?tx_leonhardtdyncontent_pi1%5Bmode%5D=teaserstart&tx_leonhardtdyncontent_pi1%5Bid%5D=3835
Mittwoch, 20. November 2013
BRD-Verjährungsfrist
Die
Verjährungsfristen
für
Sühne, Strafe und
Entschädigung
oder
Rückgabe
der
Beute
diese
Verjährungsfristen
meines
Landes
helfen
merkwürdigerweise
stets
nur uns, wenn wir
oder
unsere Landsleute
die
Täter sind
und
gelten nie
wenn
mein Land
oder
seine Bürger
als
Opfer ihre
Forderungen
stellen
nach
Land, Eigentum
und
wertvollen Bildern
die Verjährung
frisst
da was
für wen?
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Verjährung
Standort:
Lingen (Ems), Deutschland
Dienstag, 8. Oktober 2013
Eines Künstlers Fragen an seine Nutznießer
müssen
ein Text, ein Bild, ein Lied
wirklich
in bestimmten Formen
gestaltet
daher geschwungen kommen
oder
wäre es nicht besser vielleicht
sie
löten anders rum gegen den Stachel
verwirren
uns lassen den Rhythmus
mal
aus den Takt geraten oder
mischen
neu ganz andere Farben
aus
Asphalt Stacheldraht Tablettengrau
brechen
den Reim bringen so uns beim Lesen
völlig
aus dem Takt uns stottern wie Greise
der
Sprache völlig ungeübt auf neue Weise
angestoßen
lesend betrachtend lauschend
statt
in gewohnten Bahnen altbekanntes
abzufeiern
nur zu schwelgen in dem
was
jeder von uns schon viel zu lange
zu
besitzen glaubt und wohin führe uns das
was
davon ließe sich wirklich genießen?
müssen
ein Text, ein Bild, ein Lied
wirklich
eindeutig daher kommen
oder
wäre es nicht besser vielleicht
sie
kämen deutlich zu uns rüber
ausdrücklich
und wahrhaftig
mit
des Herzens
listigem
Wimpernschlag
uns
lustvoll einschenkend
die
Freiheit des Entdeckens
Staunens
Fragens Wunderns
auch
Entsetzen einfach spüren lassen
uns
auf zu schrecken ohne Antwort
uns
überlassen den großen Strömen
des
Nachdenkens und Nachfassens
statt
eindeutig auf die eisglatten
knallharten
Pisten verwiesen zu werden
was
davon ließe sich wirklich verwenden
und
wo würden wir damit enden?
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Lingen (Ems), Deutschland
Dienstag, 1. Oktober 2013
Sprachlos in der Kunsthalle
Ein
Mann steht ruhig vor einem Bild, als ein Bekannter von ihm vorbei kommt. Sie
begrüßen sich mit einem Handschlag und der Mann wendet sich wieder dem Bild
zu.
„Gefällt
ihnen das?“
„Was?“
„Das
Bild?“
„Wieso?“
„Weil
Sie davor stehen.“
„Ich
stehe davor, weil ich es mir ansehe.“
„Ja,
klar, und, gefällt es Ihnen?“
„Das
ist doch keine Frage.“
„Nein?
So gut finden sie es?“
„Nein.“
„Also
gefällt es Ihnen doch nicht?“
„Vielleicht.
Mal sehen.“
Der
Bekannte lässt ihn eine kurze Weile in Ruhe das Bild weiter betrachten, sieht
auch selber hin. Schließlich hält er es nicht mehr aus.
„Was
sehen Sie? Ich meine, was kann man da erkennen?“
„Das
was Sie sehen.“
„Mhh!“
Nach
einer weiteren Weile des Betrachtens beginnt der Bekannte wieder zu fragen.
„Was
denken Sie, ich meine, während Sie das Bild so intensiv betrachten. Was denken
Sie?“
„Nichts.“
„Sie
denken nichts, also sagt Ihnen das Bild auch nichts?“
„Doch.“
„Also
denken Sie doch.“
„Nein,
aber das Bild sagt mir etwas.“
„Mir
aber nicht. Was will Ihrer Meinung nach, denn der Künstler uns damit sagen?“
„Würde
ich es Ihnen sagen können, hätte der Künstler kein Bild geschaffen sondern
einen Text geschrieben. Es sagt mir halt zu.“
„Aber
Sie denken nicht dabei? Wie geht das denn? Wo es doch angeblich etwas zu Ihnen
sagt?“
„Es
ist ein Bild!“
„Ja,
das sehe ich auch.“
„Da
muss man nicht denken, sondern hinsehen, verstehen Sie, hinein sehen, es auf
sich wirken lassen. Dann kommen einem die Bilder von allein.“
„Bilder?
Ich sehe nur eins.“
„Weil
sie denken und reden statt einfach nur still es sich an zu sehen.“
„Ich
sehe aber nichts.“
„Wie
auch. Hören Sie auf zu denken dabei.“
„Wie
heißt es überhaupt?“
„Steht
da auf dem Schildchen.“
„Sprachlos?
Was soll das denn?“
Sie
sahen sich stumm an, der Betrachter wütend, sein Bekannter empört.
„Der
will uns wohl verarschen! Sprachlos! Ist doch jedes Bild, oder nicht?“
„Wir,
er meint uns.“
„Wie?“
„Er
meint, wir sind sprachlos, das heißt erst er, der Künstler und dann vielleicht
auch wir. Ich jedenfalls bin es.“
„Warum?“
„Na,
das sieht man doch.“
Der
Bekannte will ganz nahe an das Bild heran. Sofort gehen die Alarmsirenen los. Zwei
Museumswärter stürzen zu ihnen hin. Der Bekannte dreht sich erschrocken zu
ihnen um. Im gleichen Moment schlägt der Bildbetrachter zu. Mehrmals, bis sein
Bekannter auf dem Boden liegt. Daraufhin beginnt er ihn überall mit kräftigen
Tritten zu malträtieren, bis es den Museumswärtern gelingt, ihn weg zu ziehen.
In
der Gerichtsverhandlung, zu der es Dank seinem Bekannten kam, da der ihn wegen
schwerer Körperverletzung angezeigt hatte, gab der in den Medien sofort als „Kunstschläger“
titulierte Mann an, das Bild sei der Auslöser gewesen, es habe ihn sprachlos
und wütend gemacht, ja, er habe die ganze bittere Wut des Künstlers in sich
gespürt und der dumme Bekannte sei Teil dieses Bild geworden und er habe
einfach nur noch rot gesehen.
„Das
ist eben Kunst,“ sagte er ruhig,“sie kann vieles anrichten, wenn sie gut ist.
Und dies Bild erscheint mir mehr als gelungen.“
Er
wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt und ein Verbot auf fünf Jahre für
sämtliche Kunstmuseen der Republik. Es wurde ihm zugute gehalten, dass das
Opfer ihn durch seine Fragerei wahrscheinlich gereizt hätte.
Damit
war aber das Thema nicht beendet. Die Medien ereiferten sich noch lange über
Bild, Tat und die manchmal bedenkenswerten Folgen der Kunst und ob es dann
nicht doch keine Kunst sei, eher eine gefährliche, dumme Provokation.
Der
Mann nahm den ersten Teil des Urteils mit Gelassenheit, den zweiten Teil aber
mit großer Trauer an.
Schon
bald darauf verließ er das Land für immer. Aufgrund der hohen Medienresonanz
wurde er aber auch im Ausland beim Besuch der Museen erkannt und zum Verlassen
aufgefordert. Da sprang der Mann von einer hohen Brücke auf die Schienen, in
der Hoffnung, wenn der Sturz nicht ausreichen würde, ihn ein Zug endgültig von
diesem Leben befreien würde. Und so geschah es. Er musste noch die Räder
spüren, wie sie ihn zerquetschten.
Auf
der Beerdigung erschien auch der Schöpfer des Bildes, mit dem alles begonnen
hatte. Nicht erschienen ist der Bekannte, das Opfer.
Der
Künstler schuf unserem Manne zu Ehren ein grandioses Bild, dass aber bald schon
von keinem Museum mehr aufgehängt wurde. Zu viele Betrachter des Bildes sprangen
hinterher von hohen Brücken auf die Schienen.
Seitdem vermieden es die
Kuratoren und Leiter der Museen Kunst zu präsentieren, die große Reaktionen
nach sich zogen. Viele Künstler bedauerten das sehr, vor allem die, die deshalb
kein Werk mehr abgenommen bekamen. Sie waren sich sicher auch der Mann hätte
dies bedauert, trotz seines folgenschweren Todes.
Hatten
sich nicht auch nach dem Erscheinen des „Werther“ damals viele Jugendliche
selbst vom Leben zum Tode befördert und trotzdem stehen die Werke seines
Schöpfers in jeder Buchhandlung, noch heute.
Was zur nächsten Debatte führte,
warum Literatur etwas dürfe und bildende Kunst nicht, welches Naturgesetz den
Worten Vorrechte einräume vor den Bildern?
Sprachlos? Vorsicht, oft fängt mit dem Einsetzen der Sprachlosigkeit
bisweilen das Schreckliche erst so richtig an. Dafür aber verabschieden sich von uns nun ganz andere
Leute in völlig anderen Geschichten.
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Lingen (Ems), Deutschland
Freitag, 27. September 2013
Wesen der Kunst
aus
Peter Silies
Grübellade:
in
der Kunst
in
ihrem Wesen
so
scheint mir
geht
es weniger
um
Professionalität
als
um Authentizität
um
einen Kern
unbeschreibbar
in
Worten
in
der Kunst nur
auszuleben
egal
ob in Bild
oder Ton
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Freitag, 13. September 2013
Christos: „Big Air Package“ im Gasometer Oberhausen
beim Betreten
klar der
der Petersdom
als Raum
voll mit Licht
und nicht so
dunkel und
erdrückend
wie er ist
dieser hier
dagegen
ganz in Weiß
die Kathedrale
als uns
wärmender Schutz
marmorweiß
umhüllen uns
die Wände
zuerst einfach
rund
hoch
einfach
kolossal
ein Gewölbe
wie in Florenz
das Weiß
wie in Assisi
der Stadt
des heiligen Franziskus
voller Licht
aber dann
liegend in der Mitte
auf Kissen
sehen wir das
Weiß wandern
von einem
Weiß zum
anderem Weiß
sehen die
Unterschiede
sehen was gerade
uns schien
wohl geordnet
uns in seine
asymmetrischen
Umlaufbahnen zieht
jede Linie
uns entführt
zu einer neuen Fläche
taucht wieder ein
wo andere sich
aufmachen
uns abermals
zu entführen
Bergmassive entstehen
verspielte
Zeichen eines Kindes
kein Barock
hat hier Platz
das ist Leben pur
in Weißtönen
gerundet
eckig in
den Treffpunkten
der Linien
kaum schafft
unser Auge es
still zu stehen
aus zu ruhen
und doch entspannt
sich unser Geist
verlieren wir
die Alltagshektik
ein Sciencefiction Illusionist
hat uns eingefangen
während von weither
Stimmengemurmel
gedämpft
vom Marmorstoff
uns wie Musik
sanft begleitet
in eine neue
friedliche
Weltlichkeit(c) Bilder und Text: Jörn Laue-Weltring, Lingen 2013
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Oberhausen, Deutschland
Sonntag, 8. September 2013
Die Meister des Herbstes
der
große Dirigent begann leise
seine
Musik des Wassers an den Seen
ließ
dann die Flüsse schneller werden
aus
kleinen Glitzerhügeln ein wogendes Gebirge
langsam
sich hoch wühlen das Meer
erst
nur die Blätter rascheln dann
gewaltiger
schlagen die Äste der Bäume
die
Seen an ihre Uferpromenaden trommeln
die
Flüsse ihre Wellen über die Brücken
das
Meer mit Schaum über die Dünen
streichen,
immer mehr, bis die Dächer der Häuser
wie
Beckenklang auf die Straßen prallten
Stämme knackten, barsten, brachen, Mauerecken
erst priffen, dann heulten, Ziegel irrwitzig im Takt dazu
hüpften, Glas knirschte, dann klirrte im Parallelklang
zum Scheppern der Bleche und zerschellendem Porzellan
die Symphonie endlich alle
Geräusche einsammelte und
zusammenband, die
ihr Komponist zu Wasser und zu Lande
finden
konnte und mit sich gerissen hatte, die Zuhörer
erschrecken und
vor Angst erstarren ließen
da sogar die Sonne mit
dem Mond
zu tanzen schien, eine schwerblütige Dunkelheit
über alles herfiel
bis
er dann aber
kleinere Töne, mehr Dur als Moll
hinein
zauberte mitten in das größte Getöse
Stampfen
und Krachen, wie das Flüstern
der Mäuse auf den Dachböden und ihre
Trippelschritte im Heu, dazu
langsam erste
ganz feine Sonnenstrahlen wie
Seidenfäden
in der nachtgleichen Schwärze wie
Edelsteine
funkelnd, das neues Licht erschien
die
Fäden stärker wurden, goldenen Armbändern gleich
auch
die Wellen sich streckten, sanfter anschlugen
Äste
sich nur noch leicht berührten, Dächer
langsam
sich zur Ruhe schaukelten, auf den Seen
ein
sanftes Kräuseln nur noch ihre silbernen Tücher
humorvoll
glucksend das Meer, so es
das
Land kaum noch hörbar verließ, sich verbarg
im
Teppich mit tanzenden Kronen aus Schaum
während
die Besucher dieses Konzertes
tief
durchatmeten, sich ansahen
froh,
noch einmal lebend
davon
gekommen zu sein
sich
in warme Kleidung hüllten
draußen
den Rest des Tages zu besehen
später
meinten sie nur: „Die Aufräumarbeiten
haben
länger gedauert als das ganze Konzert.“
So
ist es eben hier seit Urzeiten, der Kunst
fällt
es schwer, Gefallen bei den Leuten zu finden
aber
vielleicht nimmt sie einfach
auch zu wenig Rücksicht
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Freitag, 10. Mai 2013
Wortqual
diese
Hemmung
Kunst
zu schaffen
Artist
zu sein
wo
Wahrheit
Wut
Empörung
von den
Lagern
drängen
das
Gas
auf
mich wartet
die
Öfen
vorgeglüht
ihr
Geist
wach
um unsere
Türen
schnüffelt
Wölfe
mit
Kreidestimmen
ums
Vergessen
bitten
bleiben
mir nur
im
Feuer
gehärtete
Worte
auf
der Leine
kleine
tapfere
Fähnchen
flatternd
im Wind
der
Zeit
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Lingen (Ems), Deutschland
Dienstag, 16. April 2013
Kunst was ist
wie
oft noch diese Debatte
was
Kunst sei was nicht
vor
allem nicht gehöre in …
mehr:
sich nicht gehöre so …
als
hätte sich die Kunst
je
nach uns gerichtet
unseren
kleinlichen
von
Lexika gesicherten
Gewohnheiten
unserer
Angst vor
dem
Verlust von Regeln
unserer
eigenen
so
rückversicherten
Sicherheit
beim
Betrachten
oder Lesen
als
wäre ausgerechnet das
je
ihr Ziel gewesen
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