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Dienstag, 24. September 2013

To stay in this case



Is there nothing to escape
If we are are broken like a tree
flying shadows in the kitchen
all fathers in the army, mothers in the jail
brothers and sisters in the open sky
Every thing is sailed away
may be its a fairy tale
but not the only bad one
in this days

let us repair our wings
if we stay longer in this case
we never will be free

(c) photo + text: Jörn laue-Weltring, Lingen 2013

Samstag, 23. März 2013

Dienstag, 5. März 2013

Remember: Susan Fernandez, the nightingale of the philippine













Together with Jess Santiago in Göttingen, october 1983 in the NDR-studio. We met in Göttingen on the occasion of their concert with the Dingas and later in Utrecht and in Manila. 
For us she is unforgettable like for many people in the Philippines .

Susan Fernandez Magno (August 3, 1956 - July 2, 2009) was a Filipino singer, activist and academic. She was known for her protest music, especially at the height of the authoritarian regime of Ferdinand Marcos.

http://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Fernandez 

Samstag, 2. März 2013

Manila Du Schöne















Manila Du schöne
der Nächte und Tage
Strichätzerin meiner Luftwege
in der immer brandaktuellen
Symphonie Deiner Jeepnys
Zigarettenverkäufer Tricycles













behütet mich das Kläffen Deiner
hungerschlanken Straßenhunde
unter dem Moskitonetz
zwischen Sodom und Gomorra
im auf und abbrausenden
Kampf um die Abfalltonnen
für Deinen Smokey Mountain
Jahrzehnte lang  zum Himmel
gewachsener Müll
auf dessen Spitze Deine Kinder
in ihrer Hütte mir Speisen
Bett und Schlaf kredenzten

 


















An den Morgenden leckten wir
alle unsere Wunden in den
aufgerissenen Fellen
vor dem täglichen Abflug
auf Abgaswolken durch Deine Adern
bis im Kampf Weiß gegen Rot
die Blutkörperchen langstieliger
Nächte den Morgen besiegten













wenn in den Barios Red Horse
Kehlen reinigten vom brennenden Berg
hielten unsere Organizer
in gut bewachten Unterschlüpfen
ihre Meetings mit uns ab
plärrten Snoopys in channel four
und seven mitten im Karneval
der Weihnachtszeit
american „white cristmas“










drehst Du Dich Manila
Du Schöne karger Hütten
notdürftiger Nachtlager
ohne  Lohn Brot Wasser
heilst perforierte Herzen
kühlst verätzte Hälse
die länger und länger
werden bei der Suche
nach einem anderen Morgen














Manila Du Schöne
ich habe Dich satt
gesehen in weißverkalkten
Palästen himmelstrebenden Glastürmen
voll mit tödlicher Gier die Freundlichkeit
ihrer Gäste ausgewiesen mit Smoking
Uniformen Bischofsroben Kreditkarten
die ungeheure Zahl Deiner verlumpten
Architekten deren Bauten Tag für Tag
Dich in ein riesiges Squatterareameer
verwandeln



















Manila Du Schöne
Deine alten Augen Wände Türme
sie schrumpfen in der Mitte
zu Fossilien der Macht
Manila, meine Stadt der Geister
die mir fröhlich zu winken aus
Karton- und Einkaufstütenfachwerk
mit einer besseren Zukunft
in ihren fleißigen Händen
gib besser auf sie acht

Freitag, 1. März 2013

Schwierige Lebensziele













Nehmen
was da
kommt
nutzen
was sich
nutzen lässt

sich engagieren
zu hören
aufnehmen
umsetzen
kreativ

Räume schaffen
ausstatten
mit Leben
Frohsinn
Luft holen

wahrnehmen
zu lassen
mit ziehen
teilnehmen
da sein
Hilfe leisten
lieben

wo und wie
es die Zeiten
die Menschen
unserer Umgebung
zu lassen

alles ist möglich

Dienstag, 26. Februar 2013

Es ist wieder Almosenzeit



 







Mäzene

Mäzene
fletschen
ihre Zähne

Vampire
die uns erst
aussaugen

dann mit
gepanschten
Blutkonserven

den Rest
geben
als wohltätige

Mäzenaten
Eigenblut
Spende
  
(*) Für die EX-Chefs von SAP, Microsoft usw.













Vampire in unserer Zeit

einst zogen wir
hinweg von den
Kirchenstufen
überließen ihnen
die Teller
mit ihren
knickrigen
Almosen

standen auf
wehrten uns
für ein besser
bezahltes Leben
Arbeiten
guten Lohn
und Demokratie

heute saugen
neue Herrscher
gierig unser
Einkommen
uns aus den
mühsam geflickten
Taschen

wandern
mit ihren Fabriken
dorthin
wo sie keinen
Widerstand
keine Demokratie
erwarten

sie zahlen wenig
nehmen viel
und wir
hocken wieder
auf den Kirchenstufen
hoffen auf
Almosen
als Spenden
getarnt

statt uns
wie die Vorfahren
auf zu machen
ihnen ihr
blutiges Handwerk
zu legen
den Vampiren
unserer Zeit


















Stiftungssalat



so mancher der den Staat
mit seiner unbequemen
Demokratie nicht mag
gerne Steuern an ihn
mit Stiftungen
spart

mit Almosen pflastern
sie so leicht ihren Weg
zum Wohltäter die es
nicht bräuchte
hätten sie
zuvor die Steuern
gezahlt