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Montag, 11. März 2013

Neuzeitlicher Morgen



Tsunamis















während wir noch trauern
um die Opfer des Tsunami
seiner Folgen in Fukushima

reißt uns der gewaltige
Tsunami der Globalisierung
weltweit mit sich fort

ohne das uns hier
ein Reporter die Zahl
der Opfer nennen könnte

der gebrochenen Dämme
verstümmelten Bewohner
krepierten Gefangenen

so halten wir uns fest
an dem was wir erkennen
trauern blind im eiskalten Wind



Dienstag, 5. März 2013

Time for friends











It is the time to remember all the friends
before the eternal night enveloped us all
the dragon is driving us out of our tracks
the love falls apart like the crescent moon in the mist

It is time to stand quiet for a moment
to listen to their voices to feel their faces
to share their power to rest with them
to spell their names in the strong wind loudly

it is always at the time to call they
always a time for losses and farewells
always it is too late and not early enough
to see you, dear friends, with you this time

to start our great festival tour of being
against poverty, hunger, war and misery
for friendship, love, peace and respect
having fun, dancing and hilarity of human

during the rest of days in our broken life
let us bringing in the hearts of the people
the rocks  to burst the ice to melt
we need it all to survive with our good old earth

Remember: Susan Fernandez, the nightingale of the philippine













Together with Jess Santiago in Göttingen, october 1983 in the NDR-studio. We met in Göttingen on the occasion of their concert with the Dingas and later in Utrecht and in Manila
For us she is unforgettable like for many people in the Philippines .

Susan Fernandez Magno (August 3, 1956 - July 2, 2009) was a Filipino singer, activist and academic. She was known for her protest music, especially at the height of the authoritarian regime of Ferdinand Marcos.

http://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Fernandez 

Samstag, 2. März 2013

Manila Du Schöne















Manila Du schöne
der Nächte und Tage
Strichätzerin meiner Luftwege
in der immer brandaktuellen
Symphonie Deiner Jeepnys
Zigarettenverkäufer Tricycles













behütet mich das Kläffen Deiner
hungerschlanken Straßenhunde
unter dem Moskitonetz
zwischen Sodom und Gomorra
im auf und abbrausenden
Kampf um die Abfalltonnen
für Deinen Smokey Mountain
Jahrzehnte lang  zum Himmel
gewachsener Müll
auf dessen Spitze Deine Kinder
in ihrer Hütte mir Speisen
Bett und Schlaf kredenzten

 


















An den Morgenden leckten wir
alle unsere Wunden in den
aufgerissenen Fellen
vor dem täglichen Abflug
auf Abgaswolken durch Deine Adern
bis im Kampf Weiß gegen Rot
die Blutkörperchen langstieliger
Nächte den Morgen besiegten













wenn in den Barios Red Horse
Kehlen reinigten vom brennenden Berg
hielten unsere Organizer
in gut bewachten Unterschlüpfen
ihre Meetings mit uns ab
plärrten Snoopys in channel four
und seven mitten im Karneval
der Weihnachtszeit
american „white cristmas“










drehst Du Dich Manila
Du Schöne karger Hütten
notdürftiger Nachtlager
ohne  Lohn Brot Wasser
heilst perforierte Herzen
kühlst verätzte Hälse
die länger und länger
werden bei der Suche
nach einem anderen Morgen














Manila Du Schöne
ich habe Dich satt
gesehen in weißverkalkten
Palästen himmelstrebenden Glastürmen
voll mit tödlicher Gier die Freundlichkeit
ihrer Gäste ausgewiesen mit Smoking
Uniformen Bischofsroben Kreditkarten
die ungeheure Zahl Deiner verlumpten
Architekten deren Bauten Tag für Tag
Dich in ein riesiges Squatterareameer
verwandeln



















Manila Du Schöne
Deine alten Augen Wände Türme
sie schrumpfen in der Mitte
zu Fossilien der Macht
Manila, meine Stadt der Geister
die mir fröhlich zu winken aus
Karton- und Einkaufstütenfachwerk
mit einer besseren Zukunft
in ihren fleißigen Händen
gib besser auf sie acht

Freitag, 1. März 2013

Schwierige Lebensziele













Nehmen
was da
kommt
nutzen
was sich
nutzen lässt

sich engagieren
zu hören
aufnehmen
umsetzen
kreativ

Räume schaffen
ausstatten
mit Leben
Frohsinn
Luft holen

wahrnehmen
zu lassen
mit ziehen
teilnehmen
da sein
Hilfe leisten
lieben

wo und wie
es die Zeiten
die Menschen
unserer Umgebung
zu lassen

alles ist möglich